Pressemitteilungen

Nachwuchskampagne "Born2bTischler"

Tischler-Innung Delmenhorst/Oldenburg-Land verteilt T-Shirts mit dem neuen Slogan der Nachwuchskampagne an die Auszubildenden im 2. Lehrjahr

vom 06.12.2017

Rund 1.000 Jugendliche in Niedersachsen und Bremen haben sich bereits für eine Ausbildung zum Tischler entschieden und sind in das 2. Lehrjahr gestartet. Sie haben sich für diesen vielfältigen Beruf entschieden, da neben handwerklichem Geschick auch gute mathematische Kenntnisse, konstruktives Verständnis und Vorstellungsvermögen gefragt sind. Formgefühl und  zeichnerisches Talent runden das ideale Profil ab. Dazu kommen zwei weitere Eigenschaften, die von Vorteil sind: Verständnis für Kunden-Service und Marketing. Tischlern allein reicht heute oft nicht mehr, um im Markt zu bestehen. „Die Kundenansprache, das aktive Vermarkten der eigenen Produkte und das Eingehen auf individuelle Wünsche – das sind Gebiete, die immer wichtiger werden“, sagt Carsten Wichmann, der Obermeister der Innung. Tischler stehen mit ihrer handwerklichen Fertigung in Konkurrenz zur Industrieproduktion. Der Vorteil des Tischlers: Individuelle Qualitätsarbeit. 

Die Tischler-Innung überreichte die T-Shirts mit dem Slogan der Nachwuchskampagne, die der Verband des Tischlerhandwerks Niedersachsen/Bremen zur Verfügung gestellt hat, am 6. Dezember 2017 in den Berufsbildenden Schulen an die derzeitigen Auszubildenden im 2.Lehrjahr aus ihrem Bezirk. „Das ist eine gute Chance, den Kontakt zwischen den Berufsschulen und dem Tischlerhandwerk in der Region noch weiter zu stärken“, sagt Obermeister Wichmann.  

Hintergrund der Kampagne ist der demografische Wandel, der auch das Tischlerhandwerk betrifft. In den kommenden Jahren wird es immer weniger Schulabgänger geben. „Das Handwerk wird deshalb mit in einen Wettkampf um die besten Auszubildenden treten“, erklärt Obermeister Wichmann. „Wir wollen den Schülern schon heute zeigen, dass das Tischlerhandwerk ein kreativer Beruf mit Zukunft ist.“

 

Rund 75 Prozent der heimischen Handwerksbetriebe zufrieden

Ausbildungsstellen können noch besetzt werden

vom 27.11.2017

Selten ging es der Handwerksbranche so gut, wie Kreishandwerksmeisterin Britta Franke im Rahmen der letzten Vorstandssitzung feststellen konnte. Ihr zufolge haben bei einer aktuellen Umfrage rund drei Viertel der Betriebe ihre wirtschaftliche Lage mit befriedigend bis gut bewertet. „Das ist der höchste Stand seit Langem“, sagte Franke.

Besonders voll sind die Auftragsbücher im Bau- und Ausbaugewerbe mit Maurern, Zimmerern, Elektrikern, Tischlern oder Malern, so die Kreishandwerksmeisterin. „Auch beim Nahrungsmittelhandwerk, zu dem zum Beispiel Bäcker und Fleischer gehören, läuft es derzeit auf einem guten Niveau“, sagte Franke.

Auch für das Ausbildungsjahr 2017 kann eine positive Bilanz gezogen werden. Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge ist über das gesamte Gebiet der Kreishandwerkerschaft gesehen gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Mit Stichtag 31. Oktober waren, trotz sinkender Zahl der Jugendlichen die die allgemeinbildenden Schulen verlassen, jeweils 326 neu abgeschlossene Lehrverträge registriert worden.

Geschäftsführer Hartmut Günnemann nannte bei der Vorstandssitzung dafür folgende Gründe: „Ganz offensichtlich findet momentan ein Umdenken in Richtung handwerkliche Ausbildung statt. Eltern erkennen immer öfter, dass ihren Kindern mit einer Berufsausbildung im Handwerk alle Wege offen stehen – und zwar passend zu ihrer Persönlichkeit und ihren Fähigkeiten. Die Jugendlichen entscheiden sich für eine Ausbildung, weil sie im Handwerk attraktive Karrieremöglichkeiten erkennen.“

Nach wie vor steht die Fachkräftesicherung ganz oben auf der Agenda der Firmen. Der Nachwuchs wird immer stärker im eigenen Haus qualifiziert und für verantwortungsvolle Aufgaben vorbereitet. In der Stellenbörse der Kreishandwerkerschaft werden aktuell noch 73 Ausbildungs-, 40 Praktikums- und 102 Arbeitsstellen angeboten http://www.handwerk-delmenhorst.de .

Jugendliche, die noch nicht zum Zuge kamen, haben im Handwerk immer noch Möglichkeiten. „In nahezu allen Handwerksbranchen gibt es noch Ausbildungsstellen“ weiß Günnemann und rät jungen Menschen, die noch unversorgt sind, sich über die Lehrstellenbörse zu informieren.

Naturgemäß prägen Eltern die Berufsentscheidung ihrer Kinder und favorisieren eine akademische Laufbahn, selbst wenn das Kind gerne eine duale Ausbildung angehen würde. Erfreulicherweise ist inzwischen eine Trendwende erkennbar und es steigt das Bewusstsein, dass mit einer dualen handwerklichen Ausbildung alle Wege offen stehen. Dabei spielen die persönlichen Fähigkeiten und Talente eine große Rolle. Dies bestätigt auch das Plus an Abiturienten, die eine Ausbildung beginnen und ihre Berufsperspektive im Handwerk sehen. Je nach Geschick und Leidenschaft passt für den einen die Expertenlaufbahn, ein anderer interessiert sich für eine Leitungsposition und ein dritter wird gerne Unternehmer.

Die Kreishandwerkerschaft gibt den Auszubildenden zahlreiche Hilfestellungen beim Einstieg und für den Erfolg der Lehre. Gut angenommen werden die seit rund zwei Jahren angebotenen „Berufseinstiegs-Seminare“ gleich zum Beginn der Ausbildung. Bei diesen Seminaren werden die Jugendlichen mit den Gepflogenheiten in der Lehre und im Arbeitsleben vertraut gemacht.

Von den Auszubildenden, die kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung stehen, werden auch die schon mehrfach mit guter  Beteiligung angenommenen Seminare zur Vorbereitung auf die Gesellen- und Abschlussprüfungen geschätzt.

Erstmals wird im Februar 2018 ein Seminar „Kommunikation für Auszubildende“ durchgeführt. Dabei sollen die Auszubildenden lernen, wie man professionell kommuniziert. Den jungen Nachwuchskräften soll dabei vor Augen geführt werden, dass im Geschäftsleben anders kommuniziert wird als unter Freunden. Hinzu kommt, dass junge Menschen sich heute überwiegend schriftlich in einer eigenen WhatsApp-Sprache verständigen.

Handwerk hilft beim Einbruchschutz

KfW-Förderprogramm wurde bereits zum 1. April ausgeweitet

vom 27.07.2017

Die Kriminalstatistiken der Polizei belegen für 2015 einen Anstieg der Wohnungs- und Hauseinbrüche um rund 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Fachbetriebe des Handwerks unterstützen Eigentümer oder Mieter beim Schutz vor Dieben. Sie beraten über Investitionen in Sicherheitstechnik und den fachgerechten Einbau einbruchshemmender Maßnahmen. Zusätzlich klären sie über Fördermöglichkeiten auf: So wird die Förderung von Maßnahmen zum Einbruchschutz im Rahmen des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen (Nr. 159, 455)" zum 1. April 2016 erweitert.

Bislang gibt es Zuschüsse bis maximal 1.500 Euro pro Wohneinheit aus Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Daneben können Eigentümer und Mieter nun auch zinsgünstige Kredite für die Förderung von einzelnen Einbruchschutzmaßnahmen in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit in Anspruch nehmen.

Diese Kredite können bequem bei der Hausbank beantragt werden. Auch der Katalog der förderfähigen Maßnahmen wurde erweitert. Förderfähig ist etwa der Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster, der Einbau und die Nachrüstung einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren sowie der Einbau von Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen oder Bewegungsmeldern.

Bereits seit Herbst 2014 kann über die Förderprogramme der KfW-Bankengruppe (KfW) „Altersgerecht Umbauen" und "Energieeffizient Sanieren" (Nr. 151, 430) in Maßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbruch investiert werden, wenn diese in unmittelbarem Zusammenhang mit barrierereduzierenden Maßnahmen oder energieeffizienter Sanierung stehen. Das nun erweiterte Förderprogramm wird seit November 2015 gezielt für Maßnahmen des Einbruchschutzes angeboten. Damit kann bundesweit als Einzelmaßnahme in Sicherheitstechnik zum Schutz gegen Wohnungseinbruch investiert werden.

Fachbetriebe des Handwerks können sich als Errichter von mechanischen Sicherungssystemen, für Einbruchs-, Überfallmelde- und Videotechnik in Adressennachweise der polizeilichen Beratungsstellen aufnehmen lassen, sofern sie die erforderlichen Qualitätsmerkmale der von der Kommission Polizeiliche Kriminalprävention erstellten bundeseinheitlichen Pflichtenkataloge erfüllen. Die Handwerksorganisationen bieten in vielen Regionen Deutschlands entsprechende Schulungen zur Qualifizierung in Zusammenarbeit mit der Polizei an.

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